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Break-even-Point

Zuletzt aktualisiert: 06.08.2026
Also known as Gewinnschwelle

Der Break-even-Point ist die Absatzmenge, bei der dein Umsatz deine Kosten genau deckt, dein Gewinn also null ist. Du findest ihn, indem du die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag je Stück teilst. Unterhalb dieser Menge bringt jeder Monat einen Verlust; oberhalb steuert jedes weitere Stück seinen vollen Deckungsbeitrag zum Gewinn bei.

Ein Beispiel. Bei 40.000 Euro Fixkosten und 25 Euro Deckungsbeitrag je Stück liegt der Break-even bei 1.600 Stück.

Du kannst den Break-even in Stück oder in Umsatz ausdrücken. In Stück sind es die Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Stück. Im Umsatz sind es die Fixkosten geteilt durch die als Dezimalzahl geschriebene Rohertragsmarge.

Durchgerechnetes Beispiel für ein kleines Studio. Die Fixkosten betragen 8.000 Euro im Monat: Miete, ein Gehalt, Software und Versicherung. Ein Kurs kostet 90 Euro, die variablen Kosten je Teilnehmer, Material plus Zahlungsgebühren, liegen bei 15 Euro. Der Deckungsbeitrag beträgt 75 Euro. Der Break-even liegt bei 8.000 geteilt durch 75, also 107 Teilnehmern im Monat oder 9.630 Euro Umsatz. Erhöhst du den Preis auf 110 Euro, steigt der Deckungsbeitrag auf 95 Euro, der Break-even fällt damit auf 85 Teilnehmer. Eine Preiserhöhung von etwa 22 Prozent senkt die nötige Menge um etwa 20 Prozent.

Zwei Dinge verwirren Gründer. Das erste ist, welche Kosten als fix gelten. Dein eigenes Gehalt zählt dazu, wenn du dich bezahlst. Eine Aushilfe, deren Stunden mit dem Absatz wachsen, ist variabel, nicht fix. Sortiere jede Kostenposition in die richtige Spalte, bevor du rechnest, denn ein verschobener Posten von 2.000 Euro verändert den Break-even um 27 Teilnehmer.

Das zweite ist, den Break-even als Ziellinie zu behandeln. Er ist eine monatliche Bedingung, kein einmaliges Ereignis. Ein Studio, das im Juni den Break-even erreicht, kann im August darunter fallen, wenn die Nachfrage sinkt. Rechne den Break-even deshalb für jeden Monat des Jahres.

Halte den Break-even-Point vom Cash-Break-even getrennt, den du erreichst, wenn die Zahlungseingänge die Zahlungsausgänge desselben Monats decken. Das geschieht meist später, weil Kunden erst nach der Lieferung zahlen.

Der Break-even-Point gehört zum Finanzteil eines Foundor-Plans.

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