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Kapitalbedarf

Zuletzt aktualisiert: 06.08.2026

Der Kapitalbedarf ist die Gesamtsumme, die du brauchst, um dein Unternehmen zu starten und es zu betreiben, bis es seine eigenen Kosten deckt. Die Zahl fasst einmalige Gründungsausgaben, Ausrüstung und die erwarteten Anlaufverluste der ersten Monate zusammen. Sie beantwortet eine Frage: Wie viel Geld musst du aufbringen, bevor du anfängst?

Banken, Förderprogramme und Investoren fragen früh nach dieser Zahl. Ein generierter Businessplan weist sie als einzelnen Betrag im Finanzteil aus, gebaut aus den Kostenangaben, die du gemacht hast.

Addiere drei Blöcke. Erstens: einmalige Kosten wie Anmeldegebühren, Ausrüstung, Kautionen und die erste Website. Zweitens: laufende Kosten bis zum Break-even, also Miete, Gehälter, Software und Marketing. Drittens: einen Puffer für Verzögerungen.

Ein Beispiel für ein kleines Café. Die einmaligen Kosten betragen 45.000 € für den Ausbau, 12.000 € für Ausstattung und 3.000 € für Anmeldung und Beratung, insgesamt also 60.000 €. Die laufenden Kosten liegen bei 9.000 € im Monat, und du erwartest, dass das Café sie ab dem neunten Monat deckt. Verliert es in diesen acht Monaten im Schnitt 4.000 € pro Monat, sind das 32.000 €. Rechne 15 Prozent Puffer auf 92.000 €, also 13.800 €. Dein Kapitalbedarf beträgt 105.800 €.

Der häufige Fehler ist der fehlende Puffer in Verbindung mit einem zu kurzen Runway. Gründer planen den Break-even für den vierten Monat, holen genau diesen Betrag und sind im sechsten Monat ohne Geld.

Ein zweiter Fehler ist, Kapitalbedarf mit Gründungskosten zu verwechseln. Gründungskosten sind nur der erste Block. Zum Kapitalbedarf gehört auch das Geld, das du verbrauchst, solange der Umsatz noch klein ist.

Schreib die Zahl mit ihren Annahmen daneben auf. Verschiebt sich dein Break-even-Termin, verschiebt sich auch die Zahl.

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