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Provisionsmodell

Zuletzt aktualisiert: 06.08.2026
Also known as Provision

Ein Provisionsmodell bringt dir einen Prozentsatz oder eine feste Gebühr auf jede Transaktion, die du zustande bringst, statt dass du für das Produkt selbst kassierst. Marktplätze, Makler und Affiliate-Seiten nutzen es. Du hältst kein Lager, dein Umsatz bewegt sich also genau mit Menge und Wert der Abschlüsse auf deiner Plattform.

Die zentrale Zahl ist die Take Rate: deine Provision geteilt durch den Transaktionswert. Eine Plattform für Hundeausführer, die 15 Prozent auf einen Spaziergang für 30 Euro nimmt, behält 4,50 Euro. Bei 2.000 Spaziergängen im Monat sind das 9.000 Euro Monatsumsatz, während 51.000 Euro an die Ausführer durchlaufen.

Diese Lücke zählt. Das Gross Merchandise Volume ist der Gesamtwert der Transaktionen; Umsatz ist nur dein Anteil. 60.000 Euro in den Plan zu schreiben, wenn du 9.000 Euro behältst, ist der Fehler, den Investoren am schnellsten sehen. Businesspläne, auch die von Foundor erzeugten, fragen genau deshalb beide Zahlen getrennt ab.

Die Provision kann ein Prozentsatz sein, eine feste Gebühr je Transaktion oder eine Aufteilung auf beide Seiten. Manche Marktplätze nehmen dem Käufer 5 Prozent und dem Verkäufer 10 Prozent ab, was eine gemischte Take Rate von 15 Prozent ergibt. Höhere Take Rates sind möglich, wenn du mehr leistest: Zahlungsabwicklung, Versicherung, Streitfälle oder Garantien.

Zwei Risiken. Erstens können Kunden und Anbieter, die sich auf deiner Plattform treffen, außerhalb abschließen, und dann verdienst du nichts. Wiederkehrende Dienste wie Reinigung oder Nachhilfe trifft das am stärksten. Zahlungsschutz, Terminplanung und Garantien sind die üblichen Gegenmittel. Zweitens nehmen Gründer eine Take Rate an, die sie nie getestet haben. Wenn Wettbewerber 10 Prozent nehmen und du 20 Prozent planst, schreib auf, warum ein Anbieter das akzeptieren sollte. Prüfe auch die Untergrenze: Bei 15 Prozent auf Spaziergänge für 30 Euro brauchst du etwa 2.222 Transaktionen im Monat, um 10.000 Euro Umsatz zu erreichen. Modelliere zuerst die Transaktionszahl, dann die Gebühr.

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