Der Deckungsbeitrag ist das, was von einem Verkauf übrig bleibt, nachdem du die variablen Kosten dieses Verkaufs abgezogen hast. Es ist das Geld, das zur Deckung deiner Fixkosten beiträgt und, sobald diese bezahlt sind, zu Gewinn wird. Du kannst ihn in Euro je Stück oder als Prozentsatz des Verkaufspreises angeben.
Diese Zahl brauchst du, um zwei Fragen zu beantworten: Solltest du dieses Produkt überhaupt verkaufen, und wie viele Stück brauchst du?
Ein Beispiel. Eine Bäckerei verkauft ein Sandwich für 6,50 €. Die Zutaten kosten 2,10 €, die Verpackung 0,25 € und die Kartengebühr 0,15 €. Die variablen Kosten betragen 2,50 €, der Deckungsbeitrag liegt also bei 4,00 € je Sandwich oder etwa 62 Prozent des Preises. Die Fixkosten betragen 8.000 € im Monat. 8.000 € geteilt durch 4,00 € sind 2.000 Sandwiches im Monat bis zum Break-even, also etwa 67 am Tag in einem Laden, der täglich öffnet.
Gründer verwechseln Deckungsbeitrag mit Gewinn. Er ist kein Gewinn. Ein Produkt mit 4,00 € Deckungsbeitrag macht immer noch Verlust, wenn du nur 400 Stück davon gegen 8.000 € Fixkosten verkaufst.
Der zweite Fehler ist, ein Produkt fallen zu lassen, weil sein Prozentsatz niedrig aussieht. Ein Großhandelsauftrag mit 25 Prozent kann einen Ladenartikel mit 60 Prozent schlagen, weil die Menge den Gesamtbeitrag entscheidet. Vergleiche Euro im Monat, nicht Prozentsätze allein.
Der dritte Fehler ist, die Zeit zu übersehen, die ein Produkt verbraucht. Eine Motivtorte mit 30 € Deckungsbeitrag, die drei Stunden dauert, bringt 10 € je Stunde deiner Zeit. Sechs Sandwiches in der Stunde bringen 24 €. Teile den Deckungsbeitrag durch deine knappste Ressource, ob das Stunden, Ofenfläche oder Regalplatz sind.
