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EBITDA

Zuletzt aktualisiert: 06.08.2026

EBITDA steht für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization, also den Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation. Es misst den Gewinn, den dein Betrieb erzeugt, bevor Finanzierungskosten und buchhalterische Wertminderungen abgehen. Beginne mit dem Umsatz, zieh Herstellkosten und laufende Betriebskosten ab und rechne dann Abschreibung und Amortisation wieder hinzu. Investoren nutzen es, um Unternehmen mit unterschiedlicher Verschuldung und Anlagenausstattung zu vergleichen.

EBITDA ist beliebt, weil es Dinge herausnimmt, die sich zwischen Unternehmen aus Gründen unterscheiden, die nichts mit dem operativen Geschäft zu tun haben: wie viel Schulden sie tragen, welche Steuerregeln gelten und wie schnell sie ihre Anlagen abschreiben.

Durchgerechnetes Beispiel. Der Umsatz beträgt 900.000 Euro. Die Herstellkosten betragen 360.000 Euro, der Rohertrag also 540.000 Euro. Laufende Betriebskosten von 420.000 Euro lassen 120.000 Euro übrig. Die Abschreibung auf Maschinen beträgt 45.000 Euro, das EBIT liegt also bei 75.000 Euro. Das EBITDA ist EBIT plus Abschreibung: 75.000 plus 45.000 ergibt 120.000 Euro. Ist die Abschreibung dein einziger nicht zahlungswirksamer Posten, entspricht das EBITDA schlicht dem Rohertrag abzüglich der laufenden Betriebskosten.

Zwei Dinge sind zu beachten. Das EBITDA ist kein Cashflow, auch wenn oft so darüber gesprochen wird. Es übergeht, was du für neue Ausrüstung ausgibst, wie viel Geld im Lager steckt und ob Kunden pünktlich zahlen. Ein Unternehmen kann 120.000 Euro EBITDA ausweisen und trotzdem ohne Geld dastehen, weil es im selben Jahr 200.000 Euro für Maschinen ausgegeben hat.

Das EBITDA schmeichelt außerdem anlagenlastigen Geschäften. Braucht dein Modell alle drei Jahre eine neue Maschine für 60.000 Euro, sind diese Kosten real, und die Abschreibung ist die Art, wie die Buchhaltung sie festhält. Sie herauszunehmen lässt das Geschäft rentabler aussehen, als es ist. Ein Softwareunternehmen mit fast keinem Anlagevermögen hat EBITDA und EBIT nah beieinander, dort zählt der Unterschied also weniger.

Das EBITDA erscheint als Zeile im Finanzplan von Foundor, und es ist eine der ersten Zahlen, nach denen eine Bank oder ein Investor sucht.

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