Gründungskosten sind die einmaligen Ausgaben, die du zahlst, bevor dein Unternehmen seinen ersten Euro verdient. Dazu gehören Anmelde- und Rechtsgebühren, Ausrüstung, Kautionen, der erste Warenbestand, die Einrichtung der Website und Lizenzen. Anders als laufende Kosten zahlst du sie einmal. Sie bilden den ersten Block deines gesamten Kapitalbedarfs.
Ein generierter Businessplan zeigt die Gründungskosten als Tabelle im Finanzteil, damit eine Bank sieht, worin deine erste Zahlung fließt.
Ein Beispiel für eine Beratung mit zwei Personen. Handelsregister und Notar: 1.100 €. Gewerbeschein: 250 €. Zwei Laptops: 3.400 €. Gründungsberatung durch Steuerberatung und Anwalt: 1.800 €. Website und Logo: 2.900 €. Versicherungskaution: 600 €. Büromöbel: 1.950 €. Gründungskosten insgesamt: 12.000 €.
Drei Fehler tauchen immer wieder auf. Erstens führen Gründer die sichtbaren Anschaffungen auf und lassen den Papierkram weg: Notargebühren, Übersetzungen, Genehmigungen und die Kaution für den Mietvertrag. Zusammen laufen diese in den meisten Ländern auf mehrere tausend Euro hinaus.
Zweitens setzen sie wiederkehrende Posten auf die Gründungsliste. Ein Softwaretarif für 49 € im Monat ist keine Gründungskostenposition. Nur die einmalige Einrichtungsgebühr ist es. Beides zu mischen lässt deinen Monatsplan günstiger aussehen, als er ist.
Drittens, und das ist teuer, halten Gründer die Gründungskosten für das Geld, das sie brauchen. Das sind sie nicht. Du brauchst außerdem Geld, um die Monate bis zum ersten Umsatz zu überstehen. 12.000 € Gründungskosten, ein Monats-Burn von 4.000 € und sechs Monate bis zum Break-even bedeuten 24.000 € obendrauf, insgesamt also 36.000 €.
Hol dir schriftliche Angebote von Lieferanten und nimm diese Zahlen. Werte, die du am Küchentisch erfindest, liegen meist 20 bis 40 Prozent zu niedrig.
