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Lieferkette

Zuletzt aktualisiert: 06.08.2026

Eine Lieferkette ist der vollständige Weg, den ein Produkt vom Rohstoff bis in die Hände des Kunden nimmt: Lieferanten, Fertigung, Transport, Lagerung und Zustellung, dazu die Retouren, die zurückkommen. Sie umfasst auch die Informationen und Zahlungen, die neben der Ware laufen. Dienstleister haben ebenfalls eine, aus Werkzeugen und Subunternehmern.

Zwei Zahlen beschreiben das meiste davon: Vorlaufzeit und Mindestbestellmenge. Die Vorlaufzeit ist die Dauer von der Bestellung bis zur Ankunft. Die Mindestbestellmenge ist die kleinste Menge, die ein Lieferant annimmt. Eine Kerzenmacherin, deren Lieferant 1.000 Gläser bei 10 Wochen Vorlaufzeit verlangt, muss 10 Wochen im Voraus entscheiden und 1.000 Gläser bezahlen, auch wenn sie 120 im Monat verkauft. Bei 1,20 Euro je Glas sind das 1.200 Euro, die für etwa acht Monate Absatz gebunden sind.

Deshalb gehören Lieferketten in deinen Geldplan, nicht nur in den Betriebsteil. Geld geht früh raus und kommt spät zurück. Zahlst du einem Lieferanten 30 Tage vor dem Versand und deine Kunden zahlen 30 Tage nach der Lieferung, finanzierst du diese Lücke selbst.

Gründer unterschätzen meist drei Dinge. Erstens einzelne Ausfallpunkte. Ein Lieferant, eine Fabrik oder eine Route heißt, dass ein Problem alles stoppt. Ein zweiter geprüfter Lieferant kostet jetzt Zeit und spart später eine Saison. Zweitens die echten Gesamtkosten bis zur Anlieferung. Der Stückpreis sind nicht die Kosten. Rechne Fracht, Zoll, Versicherung, Abwicklung und Retouren dazu, und die Summe liegt oft 20 bis 40 Prozent über dem genannten Preis. Drittens die Retouren. Wer den Hinweg plant und den Rückweg nicht, steht ohne Prozess da, wenn 8 Prozent der Bestellungen beschädigt zurückkommen.

Schreib jeden Schritt auf, wer ihn tut, wie lange er dauert und was passiert, wenn er ausfällt. Diese kurze Tabelle nützt mehr als ein Schaubild.

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