Variable Kosten steigen und fallen mit der Zahl der Stücke, die du verkaufst. Material, Verpackung, Versand, Zahlungsgebühren und Arbeitszeit je Auftrag gehören hierher. Verkauf doppelt so viel und diese Kosten verdoppeln sich ungefähr. Verkauf nichts und sie fallen auf null. Variable Kosten entscheiden, wie viel von jedem Verkauf du tatsächlich behältst.
Führe variable Kosten je Stück auf, nicht je Monat. Das ist die Form, die du für die Preisgestaltung und deinen Deckungsbeitrag brauchst, und ein generierter Businessplan zeigt sie je Stück neben deinem Verkaufspreis.
Ein Beispiel für eine Kerzenmacherin. Wachs 2,10 €, Docht und Duft 1,40 €, Glas 2,30 €, Etikett 0,20 €, Karton 0,90 €, Versand 4,20 €, Zahlungsgebühr 0,60 €. Die variablen Kosten je Kerze betragen 11,70 €. Du verkaufst zu 29 €, es bleiben also 17,30 € im Geschäft für Miete, dein Gehalt und Gewinn.
Gründer machen hier drei Dinge falsch. Erstens vergessen sie die kleinen Posten. Zahlungsgebühren, Rückversand und Klebeband wirken winzig, aber 1,50 € je Stück auf 3.000 Stück sind 4.500 € im Jahr.
Zweitens nehmen sie an, die Stückkosten änderten sich nie. Sie fallen meist mit der Menge: Kauf 5.000 Gläser statt 500 und der Preis je Glas kann von 2,30 € auf 1,70 € sinken. Nenne, welche Menge deine Zahlen voraussetzen.
Drittens behandeln sie eine Teilzeitkraft als variabel. Bekommt jemand unabhängig von den Aufträgen einen festen Monatslohn, sind das Fixkosten.
Die Grenze zwischen fix und variabel ist nicht immer scharf. Strom in einer Werkstatt hat einen Grundpreis plus einen maschinenabhängigen Teil. Teile ihn auf, wenn der Betrag groß ist, und wähle eine Spalte, wenn er klein ist. Einheitlich zu sein zählt mehr als perfekt zu sein.
